Es hat mich auch gegruselt beim Lesen von Gotthelfs Novelle. Ich meine, da ist Christine ein pochendes Kussmal auf der Wange gewachsen und viele haarige kleine Kreuzspinnen sind rausgekommen.
Also, bei meiner Phantasie eine wirklich üble Sache.
Aber nicht soo übel, wie die Angst bzw der Ekel einer Frau die bei mir war.
Sie hat geschildert, wie die riesige Spinne (hier lokal, nicht in Asien) vor ihr auf dem Teppich sass. Und sie nicht durchgelassen hat und dann die Nachbarin angegriffen. Echt jetzt. Und das war eklig und gruusig und brrr schüttel.
Die Szene war so richtig heftig aktiviert. Vor uns auf dem Tisch sass sie nun, die eklig angriffige, grussige, riesige Spinne.
Dann haben wir sie weggemacht. Einfach weg.
«Wie geht es dir jetzt?» Hä?
«Was ist jetzt mit der Spinne?»
Welche Spinne?
Nun, die Frau wird keine Spinnenzucht anlegen und sie wird auch keine Spinne anfassen, so freiwillig. Aber der Ekel und das angstvolle Schütteln ist einer überraschenden Neugierde und distanzierter Beobachtung und Akzeptanz gewichen.
Ist das nicht der Hammer?
Einfach so?